Geschlechtliche Vielfalt im Sport

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March 31, 2018
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Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien
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Das Schwerpunktheft „Geschlechtliche Vielfalt im Sport“ der Freiburger Zeit-schrift für GeschlechterStudien (25/2019) richtet den Fokus auf Momente des Wandels und der Verschiebung von Geschlechterverhältnissen und Ge-schlechterkonstruktionen. Anschluss bieten Forschungen aus unterschiedli-chen disziplinären Kontexten, die der (Re-)Produktion geschlechtlicher Ord-nung in sozialen Praktiken, medialen Repräsentationen und formalen Struk-turen des Sports nachgehen. Die leitende Frage des Heftes lautet:

Welche Veränderungen der zweigeschlechtlich-hierarchischen Ordnung im Sport lassen sich benennen, und unter welchen sozialen und gesell-schaftlichen Bedingungen sind sie möglich und denkbar?

In den Blick geraten dabei

  • strukturelle Veränderungen hinsichtlich der Partizipation aller Geschlech-ter am Sport,
  • Erweiterungen von (auch sportmedizinischem) Geschlechterwissen,
  • ‚neue‘ Spielräume von und für Geschlechtlichkeiten im Sport,
  • der intersektionale Charakter geschlechtlicher Ordnungsverhältnisse im Sport sowie
  • das Aufbrechen oder die Veränderungen der im Sport nach wie vor übli-chen Geschlechtersegregation.

Diese Aspekte lassen sich an unterschiedlichen Bereichen des Sports empirisch und theoretisch untersuchen. Dabei verspricht nicht ausschließlich der (Hoch-)Leistungssport ein spannendes Analysefeld zu sein, sondern beispielsweise auch der Breitensport oder der Kinder- und Jugendsport. So greifen bereits im frühen Kindesalter geschlechtliche Konnotationen sportlicher Aktivitäten wie auch Vorstellungen über eine geschlechterdifferente Leistungsfähigkeit. Wo liegen Chancen, diesen Formen der frühen geschlechtlichen Normierung entgegenzuwirken – und in welchen Kontexten geschieht dies bereits?

Ebenfalls lohnenswert ist mit Blick auf die Frage nach Momenten des Wandels der Geschlechterverhältnisse die Betrachtung von Sportpolitik(en) und Sportökonomie. Finanzielle Verteilungsfragen und normativ orientierte (sport-)politische Verständnisse zu den Themen Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit bestimmen wesentlich, wer am Sport aus welchen Gründen teilhaben kann und darf – und wer nicht. Welche Entwicklungen lassen sich diesbezüglich in verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen des Sports nachzeichnen? Wie lässt sich ein geschlechterinklusiver Sport politisch und ökonomisch denken?

Erscheinen zum einen spezifische Bereiche des Sports sowie konkrete Sport-arten und Sportpraktiken als geeignet, den Veränderungen heteronormativer Geschlechtervorstellungen auf die Spur zu kommen, so bietet sich darüber hinaus die mediale Repräsentation des Sports als weiterer Analysebereich an. Die Art und Weise wie Athlet_innen in der Sportberichterstattung, in der Sportartikelwerbung und in Sportfilmen vorkommen und inszeniert werden, ist ein Indikator für die Sichtbarkeit und Anerkennung der Geschlechter im Sport und transportiert zugleich vergeschlechtlichende Bilder und Vorstellungen von Sportkörpern. Wie aber haben sich mediale Repräsentationen verändert und/oder wie verändern und vervielfältigen sie sich aktuell?

Bitte reichen Sie Ihren deutsch- oder englischsprachigen Text zum Thema „Geschlechtliche Vielfalt im Sport“ bis zum 31.03.2018 ein, Email-Adresse: fzg@mail.uni-freiburg.de. Der Artikel sollte max. 40.000 Zeichen (inkl. Literaturverzeichnis) umfassen. Voranzustellen sind eine max. zehnzeilige Zusammenfassung (abstract) und fünf keywords (jeweils: deutsch und englisch). Eine Rezension zum Themenschwerpunkt sollte max. 12.000 Zeichen umfassen (jeweils inkl. Leerzeichen).
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Gastherausgeberin: Karolin Heckemeyer